Berufliche Rehabilitation in Betrieben (BRB / IRU)
Mit dem Angebot von BRB bzw. IRU-Maßnahmen soll unser personelles und fachliches Know-how auch den Rehabilitanden zur Verfügung gestellt werden, die auf dem Weg zur beruflichen Eingliederung nicht unbedingt auf die besonderen Hilfen eines Berufsförderungswerkes angewiesen sind, aber aus unterschiedlichen Gründen auch nicht alleine den Weg gehen können.
Angebot für Erwachsene ohne ständigen Hilfebedarf
Zugang zu BRB können alle Erwachsenen finden, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Schädigung den alten Beruf aufgeben mussten und zur dauerhaften beruflichen Eingliederung einen neuen Beruf erlernen können und müssen. Dabei dürfen die Einschränkungen nicht so gravierend sein, dass die Rehabilitanden ständig der besonderen Hilfen, wie sie in einem Berufsförderungswerk vorhanden sind, bedürfen. Vielmehr müssen sie in der Lage sein, im dualen System von Betrieb und Berufsschule mit entsprechenden flankierenden Maßnahmen ihr Ziel zu erreichen.
Ob dies der Fall ist, wird in der Regel durch die Berater des Arbeitsamtes unter Einschaltung des Ärztlichen und Psychologischen Dienstes festgestellt.
BRB/IRU kennt grundsätzlich keine Einschränkungen hinsichtlich der Berufsfelder oder der Anzahl von Rehabilitanden, die für die einzelne Maßnahme mindestens zusammenkommen müssen.
De facto ist eine Eingrenzung durch das vorhandene Angebot an Betrieben gegeben. Weitere Eingrenzungen ergeben sich durch die Faktoren, die in der Person der Rehabilitanden liegen, d. h. durch intellektuelle und gesundheitliche Aspekte. Grundsätzlich wird BRB/IRU wohnortnah durchgeführt. Um die notwendige Betreuung am Ort gewährleisten zu können, sollte der Betrieb ca. 50 km im Umkreis von Koblenz/Vallendar liegen.
Vorbereitungsphase und 24-monatige Ausbildung
Die betriebliche Ausbildung und parallel dazu laufend der Berufschulunterricht umfassen 24 Monate. Bei der Mehrzahl der Rehabilitanden wird es allerdings nicht Erfolg versprechend sein, wenn sie unmittelbar in die betriebliche Ausbildung einmünden. Bei ihnen ist eine Vorbereitungsphase erforderlich. Die Rahmenbedingungen hierfür liegen in der Regel bei einer Dauer von drei Monaten.
Die Vorförderung findet im CJD Berufsförderungswerk Koblenz oder auf Wunsch des Rehaträgers in einer Außenstelle statt. In geeigneten Einzelfällen ist auch eine betreute Fernvorförderung mit regelmäßigen Präsenstagen möglich.
Unser Förderkonzept bezieht sich grundsätzlich auf drei Phasen:
- die Vorbereitung auf die Ausbildung im dualen System,
- die Begleitung während der betrieblichen Ausbildung und des Berufschulbesuchs,
- die Unterstützung unmittelbar nach Abschluss der Ausbildung bis hin zur endgültigen beruflichen Integration.